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Was ist Diabetes?

WAS IST DIABETES ?

Typ-1 und Typ-2
Als Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus wird jeder Zustand bezeichnet, bei dem ein erhöhter Zuckerspiegel im Blut gemessen werden kann. Dieser entsteht durch einen absoluten Mangel an
Insulin (Diabetes mellitus Typ-1) oder durch eine verminderte Wirkung des Insulins (Diabetes mellitus Typ-2).

Neben der verminderten Insulinwirkung tritt – meist erst im späteren Verlauf der Krankheit – auch beim Typ-2-Diabetes ein Insulinmangel auf. Dieser Text richtet sich in erster Linie an Menschen, welche an einem Typ-2-Diabetes erkrankt sind. Dies ist eine erbliche Krankheit, die etwa 4–6% der Bevölkerung betrifft. Diabetiker vom Typ-1 und Diabetes-Interessierte sind selbstverständlich ebenso willkommen und finden hier in gleicher Weise wertvolle Informationen und Tipps im Umgang mit Diabetes.

Insulin
Ohne ausreichende Insulinwirkung oder bei Insulinmangel erfolgt keine genügende Verbrennung und Verwertung der verschiedenen Zuckerarten der menschlichen Nahrung (Stärke, Rohr-, Malz-, Milch-, Fruchtzucker usw.), weil der Zucker nicht in die Zellen der Muskeln und der Leber eintreten kann. Er bleibt im Blut und führt zu einem erhöhten Blutzucker. Der Körper wird schwach und anfällig für Infektionen.

Zucker
Von erhöhtem Zuckergehalt des Blutes sprechen wir, wenn der Wert über 6.1 mmol/l (oder 110 mg/dl) ansteigt. Wenn der Blutzucker stark erhöht ist (über 10 mmol/l oder 180 mg/dl), wird Zucker im Urin ausgeschieden. Dies kann dazu führen, dass grosse Urinmengen gelöst werden (auch nachts). Die Folgen sind Durst und Müdigkeit. Der Zucker im Urin begünstigt das Auftreten von Harnwegsentzündungen und Juckreiz in der Scheide und am Glied. Es kann zu einem Gewichtsverlust kommen.

Risikofaktoren
Das Risiko, an einem Diabetes mellitus Typ-2 zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu und ist bei Übergewicht stark erhöht. Übergewicht schwächt die Insulinwirkung ab. Das Insulin wirkt als Schlüssel, um die Zellen für den Zucker zu öffnen. Dazu braucht es ein passendes Schlüsselloch. Nur bei einer genügenden Anzahl von Schlüsseln und Schlüssellöchern kann der Zucker in die Gewebezellen eintreten und verarbeitet werden.
Bei Übergewicht, wie auch bei fehlender körperlicher Aktivität, werden die Schlüssellöcher verstopft, und die Insulinwirkung schwächt sich ab. Wir nennen dies Insulinresistenz. Der Diabetes mellitus Typ-2 ist aber nur die Spitze des Eisberges. Oft finden sich gleichzeitig ein erhöhter Blutdruck und Fettstoffwechselstörungen. Man spricht vom «metabolischen Syndrom». Zusammen mit Rauchen und Bewegungsarmut sind Diabetes, hoher Blutdruck und erhöhte Blutfette die hauptsächlichen Risiken (Risikofaktoren) für die gefürchteten Herz- und Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Hirnschlag.
Lange andauernder hoher Blutzucker kann auch zu ernsthaften Schäden an Augen (= Retinopathie), Nieren (= Nephropathie) und Füssen (= Polyneuropathie) führen. Es ist deshalb von grosser
Wichtigkeit, den Diabetes korrekt zu behandeln.

Behandlung
Die Behandlung besteht in einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, unterstützt durch vermehrte körperliche Aktivität. Lassen sich die erhöhten Blutzuckerwerte mit diesen Massnahmen nicht normalisieren, werden Tabletten eingesetzt. Wird auch damit keine gute Blutzuckereinstellung erreicht, ist eine Therapie mit Insulin nötig.

Blutfette
Erhöhte Blutfette führen zu gefährlichen Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße. Liegen weitere Risikofaktoren vor, sollten die Triglyceride die unten aufgeführten Grundwerte nicht überschreiten. Das schützende HDL-Cholesterin sollte diese Mindestwerte nicht unterschreiten.

GrenzwerteFrauenMänner
Triglycerideab 150 mg/dlab 150 mg/dl
HDL-Cholesterinmind. 40 mg/dlmind. 50 mg/dl

ÜBERGEWICHT
Übergewicht (Adipositas) ist ein wesentlicher Risikofaktor für Diabetes, denn Übergewichtpresst die letzten Insulin-Reserven aus Ihrer kranken Bauchspeicheldrüse.

  • schwächt die Wirkung des Insulins ab.
  • begünstigt hohen Blutdruck. ist oft verbunden mit hohen Blutfettwerten (Cholesterin, Triglyceride).
  • fördert die Arteriosklerose (Verkalkung der Blutgefässe).
  • behindert Sie bei der Ausübung Ihres Lieblingssportes.
  • ist denkbar ungeeignet zur Abwehr von Krankheiten.

Jeder Mensch hat sein «persönliches Idealgewicht». Legen Sie zusammen mit Ihrem Arzt Ihr Zielgewicht so fest, dass Sie es nicht nur erreichen, sondern auch langfristig stabil halten können.

Body-Mass-Index
Der Body-Mass-Index (BMI) – auch Körpermasseindex (KMI), Kaup-Index oder Körpermassenzahl (KMZ) – ist eine Masszahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen. Der BMI gibt lediglich einen groben Richtwert an, da z.B. individuell verschiedene Zusammensetzung des Körpergewichts aus Fett- und Muskelgewebe nicht berücksichtigt werden. Nichtsdestotrotz basiert die Berechnung des persönlichen BMI auf einer einfachen Formel:

BMI = Gewicht/Grösse²
(Körpergewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat)

Und Sie können Ihren BMI-Wert auch ohne Berechnung aus einer BMI-Tabelle direkt ermitteln. Liegt z.B. als Folgeerkrankung von Diabetes eine Amputation vor, muss eine Korrektur des Körpergewichts vorgenommen werden.

Bewertung des BMI

krankhafte (morbide) Adipositas: BMI über 40 kg/m2
Untergewicht: BMI unter 18.5 kg/m2
Normalgewicht: BMI 18.5 – 24.9 kg/m2
Übergewicht: BMI 25.0 – 29.9 kg/m2
leichte Adipositas: BMI 30.0 – 34.9 kg/m2
schwere Adipositas: BMI 35.0 – 39.9 kg/m2

BAUCHUMFANG
Fett ist nicht gleich Fett! Man weiss heute, dass nicht alle Fettdepots in unserem Körper die gleiche gesundheitliche Bedeutung haben. Die ausgesprochen negativen Einflüsse auf den Stoffwechsel werden vom Bauchfett verursacht, genauer gesagt: vom Fett, das in der Leber und in anderen Organen im Bauch eingelagert wird. Deshalb ist die Adipositas in Apfelform (Fett im Bauch) gesundheitlich viel bedenklicher als jene in Birnenform (Fett am Gesäß).
Der BMI (Body-Mass-Index) kann diesen Umstand nur bedingt berücksichtigen. Die Gefährdung für Diabetes, hohen Blutdruck, hohe Blutfette und Herz- Kreislauf-Erkrankungen lässt sich deshalb noch besser erfassen durch die einfache Messung des Bauchumfangs.

Die kritischen Zahlen, die ein stark erhöhtes Risiko angeben, sind:

  • für Frauen: über 88 cm*
  • für Männer: über 102 cm*

gemessen im Stehen, das Messband aufgelegt auf den Rand des Beckenknochens.
* Von einem leicht erhöhten Risiko spricht man, wenn der Bauchumfang bei Frauen über 80 cm und bei Männern über 94 cm liegt.

Sie kriegen Ihr Fett weg …
… so:
Wenn Ihre Messung die kritischen Werte für den Bauchumfang erreicht oder gar übertrifft, tragen Sie vermutlich zu viel Fett mit sich herum. Diese Tatsache zu ignorieren birgt das lebensgefährliche Risiko, schon bald nicht nur unter Diabetes, sondern zudem unter den typischen Folgeschäden von Diabetes, nämlich Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, etc.) zu leiden.

… oder so!
Wenn Sie die Warnsignale Ihres Körpers (Übergewicht, großer Bauchumfang, hohe Blutzuckerwerte, hoher Blutdruck) rechtzeitig erkennen, haben Sie gute Chancen Ihre Lebensqualität erheblich zu bessern. Mit einfachen Mitteln, nämlich der Umstellung Ihrer Essgewohnheiten (ohne Diät) und bewusster Körperaktivität (ohne große Anstrengung) können Sie Ihren Bauchumfang und Ihr Erkrankungsrisiko reduzieren.

Kennen Sie die einfachste Bauch-Weg-Übung?
Spannen Sie Ihre Bauchmuskeln an!

Das Beste daran: Diese Übung können Sie jederzeit, an jedem Ort und so oft Sie möchten machen. Egal, ob Sie stehen, sitzen oder liegen, ob allein zuhause, auf dem Weg zur Arbeit oder im Supermarkt an der Kasse. Niemand sieht Ihnen an, dass Sie gerade „trainieren“.

BLUTHOCHDRUCK
Hoher Blutdruck (Hypertonie) stellt gerade für Diabetiker Typ 2 eine besondere Gefahr dar. Beide Krankheiten (Bluthochdruck und Diabetes) schädigen die Blutgefässe, wenn sie nicht ausreichend behandelt werden. Das Risiko für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder ein Nierenversagen steigt. In Verbindung mit Übergewicht ist schon ein sogenannter hochnormaler Wert (systolisch: 130-140 mmHg, diastolisch: 85-<90 mmHg) riskant. Aus diesem Grund sollten Diabetiker regelmässig selbst ihren Blutdruck kontrollieren.

RichtwerteSystolische Werte in mmHgDiastolische Werte in mmHg
Optimalunter 120unter 80
Normalunter 130unter 85
Übergangsstadium130-13985-89
Bluthochdruckab 140ab 90

Wichtig: Ab Werten von 140 bzw. 90 mmHg muss ein Bluthochdruck auch ohne weitere Risikofaktoren vom Arzt behandelt werden.

Folgeerkrankungen von Diabetes
Von Kopf bis Fuß lauern bei schlecht oder unbehandeltem Diabetes verheerende Spätfolgen.

  • Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
  • Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Diabetischer Fuß
  • Diabetische Retinopathie(Netzhauterkrankung)
  • Diabetische Nephropathie(Nierenerkrankung)
  • Diabetische Neuropathie (Nervenschädigung)

Amputation, Erblindung, Nierenversagen und im schlimmsten Fall der Tod sind die Folgen dieser Erkrankungen.


Speyer bewegt sich - Weg mit dem Speck

„Speyer bewegt sich“ – Weg mit dem Speck

An der Aktion des Netzwerkes Betriebliche Gesundheitsförderung Speyer haben in diesem Jahr 18 Firmen und Behörden teilgenommen.

Insgesamt 294 Teilnehmer aus den einzelnen Betrieben und Behörden haben 850 kg abgenommen.

Die größte Zahl der Teilnehmer stellte wie in den vergangenen Jahren die Deutsche Rentenversicherung mit 70 Personen sowie 198 kg Gewichtsverlust.
Mit je 3 Teilnehmern beteiligten sich die GEWO sowie die Mitarbeiter des Salierstifts.

Den „Speck-Weg-Pokal“ verteidigt, wie auch in den vergangenen 2 Jahren, die Polizei und ist somit stolzer Besitzer des Wanderpokals.
Die Kollegen Scheuermann, Anacker, Stuhlfauth und Buhl nahmen 33,1 kg ab. Zum Sieg hat ihnen dabei die Gewichtsabnahme von Erich Scheuermann mit 15,4 kg verholfen.

Die weiteren Gewinner im Einzelwettbewerb waren:

Daniel Mischon, 13,8 kg von der Polizei sowie Jörg Breitsch, 12,3 kg von den Stadtwerken Speyer.

Die 850 kg Gewichtsabnahme entspricht einem Durchschnitt von 2,86 kg pro Teilnehmer.

Bei der Siegerehrung, die in diesem Jahr in den Räumen der PFW in Speyer stattfand, bedankte sich Herr Kurt Scherer bei allen Teilnehmern für die gezeigten Leistungen und überreichte Blumen und Weinpräsente.

Die Sieger erhielten Gutscheine vom Fitness-Studio Pfitzenmeier.

Bei Frau Martina Taschowsky (DRV Speyer) als Wiegemeisterin und Datenschützerin sowie bei Herrn Florian Weilacher (Finanzamt Speyer-Germersheim), der die komplette EDV-Auswertungen erledigte, bedankte sich Herr Scherer ebenfalls mit einem Blumen-/Weinpräsent.

Ein herzliches Dankeschön an die Firmen, die die Aktion unterstützt haben:

Fitness-Park Pfitzenmeier
Gesundheitswerkstatt Dudenhofen-Speyer
Miss Sporty
Physiotherapie Richter
AOK Rheinland-Pfalz / Saarland
Herr Dr. Segiet und Frau Dr. Smuda für die Gesundheitsvorträge
Päd. Landesinstitut für die Überlassung des Raumes zur Auftaktveranstaltung.

Sicherlich wird es im Jahr 2015 eine Neuauflage der Aktion geben.


PS: Alle Angebote finden Sie unter der Rubrik „Kursangebote“

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